Meine persönlichen Stilltipps

Hallo Ihr Lieben.

Seid kurzem habe ich damit angefangen langsam abzustillen und wollte mit euch jetzt gerne meine Erfahrung zum Thema Stillen teilen. Dazu habe ich einige Tipps für euch zusammen gestellt. Insgesamt habe ich sechs Monate voll gestillt. Bevor ich jetzt damit gestartet habe,  schrittweise Stillmahlzeiten mit Breimahlzeiten und Pre-Milch zu ersetzten. Bis ich jedoch komplett abgestillt habe, wird es wohl noch einige Zeit dauern.

Die ersten Still-Wochen waren so ganz anders als erwartet, denn es funktionierte nicht gleich auf anhieb. Ich musste zu füttern, weil es leider eine weile dauerte, bis ich genug Milch hatte. Außerdem musste Lea dann erst noch lernen auch genug zu trinken.

Leider war dann ja auch meine erste Erfahrung im Krankenhaus zum Thema Stillen sehr negativ. Was auch die ersten Tage zuhause noch beeinflusste. Zum einen wurde sich weder nach der Geburt im Kreissaal noch auf der Wochenbettstation richtig Zeit genommen, um mir z.B. das Anlegen und Stillen richtig zu zeigen. Wenn ich nach Hilfe gefragt habe, bekam ich zur Antwort, dass sie keine Zeit dafür haben und mir wurde einfach eine Flasche mit Fertignahrung in die Hand gedrückt. Da war mir klar, dass es im KH nicht mehr klappen wird und ich nach Hause muss. Mit viel ruhe, zeit und mit Hilfe meiner Hebamme hat es da dann auch funktioniert. Lasst euch also nicht entmutigen, wenn es direkt nach der Geburt im Krankenhaus noch nicht funktioniert.

 Hier meine Tipps an euch:

Nicht sofort aufgeben

Aller Anfang ist schwer. Diese Erfahrung musste auch ich machen. Das es meistens nicht direkt auf anhieb klappt, war mir vorher allerdings gar nicht klar gewesen. Ich dachte einfach Anlegen und dann läuft das ganze schon. Weit gefehlt. Wichtig ist aber, dass ihr nicht sofort das Handtuch schmeißt. Immer wieder Anlegen und probieren. Es kann einige Tage dauern, sehr schmerzhaft sein (was aber vergeht) und ist sehr Kräfte zerrend sein aber es lohnt sich.

Gönnt euch viel ruhe

Gerade nach einer Geburt und dem Krankenhausaufenthalt, sollte ihr euch wenn möglich viel ruhe zuhause gönnen. Ich selber konnte hier erst wirklich zur Ruhe kommen. Auf der Wochenbettstation im Krankenhaus wurde ich damit ja so ziemlich alleine gelassen und war da durch auch viel zu gestresst. So konnte das Stillen auch einfach nicht gut funktionieren.

Setzt euch selber nicht unter druck und vor allem lasst euch nicht von anderen unter Druck setzten

Das wichtigste ist, sich selber nicht zu sehr unter Druck zu setzten. Lasst euch aber bitte auch nicht von andere unter Druck setzten. Denn am Anfang hat mich vor allem das Krankenhaus sehr unter Druck gesetzt. Da Lea in den ersten Tagen nach der Geburt ca. 10% Geburtsgewicht verloren hatte, wollten die mich nicht gehen lassen, ehe sie nicht mindestens 10g zunimmt. So wirklich geholfen haben sie mir da ja dann aber auch nicht. Das hat mich total gestresst und ich war oft den tränen nahe.

In meinem nahen Umfeld wurde ich auch immer wieder gefragt, ob Lea zugenommen hat. Was dazu führte, dass ich mich noch schlechter und mehr unter Druck gesetzt fühlte. Lass euch also bitte auch nicht von Freunden oder Familie unter druck setzten. Am besten den Personen wirklich klar machen, dass ihr jetzt ruhe braucht und keine weiteren Tipps bzw. Ratschläge wollt.  Im Notfall den Kontakt erst mal einschränken.

Benutzt wenn nötig Hilfsmittel

Es ist absolut kein Zeichen von Schwäche, wenn ihr Hilfsmittel benutzt. Ich selber habe zu beginn mit einer Handmilchpumpe* zu dem Stillen abpumpen müssen und ich habe Stillhütchen benutzt. Die Pumpe habe ich zusätzlich genutzt um meinen Milchfluss weiter anzuregen, wenn Lea z.B. zu kurz getrunken hat. Die konnte ich aber schon nach dem ersten Monat weglassen. Bei den Stillhütchen hat es leider etwas länger gedauert. Doch auch hier konnte Lea nach ca. drei Monaten endlich ohne trinken. Stillhütchen gibt es von verschiedenen Marken und in verschiedenen Größen. Ich selber habe die von Medela* genutzt und war sehr zufrieden.

Für wunde und schmerzende Brustwarzen kann ich sehr die Multi-Mam Kompressen* und Lanolin Salbe* sehr empfehlen.

Holt euch Hilfe 

Wenn ihr absolut nicht mehr weiter kommt, dann holt euch professionelle Hilfe z.B. in Form einer Stillberatung. Leider wurde mir diese im Krankenhaus garnicht angeboten. Dafür hatte ich aber eine super Nachsorgehebamme, die mich immer wieder motiviert hat weiter zu machen. So konnte ich nach ca. 1 1/2 Monate voll Stillen ohne weiter zu füttern zu müssen.

Finde eure Stillposition 

Egal ob im sitzen, liegen oder im Vierfüßlerstand, ihr solltet eure Stillpostition finden. Probiert am besten zu beginn des Stillens einige Postionen aus, um die richtige für euch zu finden. Lasst euch da auch am besten nicht von anderen reinreden, welche die beste ist. Wichtig ist, dass sie zu euch und eurem Kind passt und ihr euch damit wohl fühlt.

Stillt so lange ihr wollt

Wie lange ihr stillen wollt, ist absolut eure Entscheidung. Hauptsache ihr seid damit glücklich und zufrieden. Es gibt kein zu kurz oder zu lange. Die WHO empfiehlt übrigens die ersten sechs Monate ausschließlich zu stillen. Nach diesen sechs Monaten dann mit dem zu füttern zu beginnen und bis zu einem Alter von 2 Jahren oder darüber hinaus weiter zu stillen. Aber egal wie ihr es macht, es werden euch immer Menschen begegnen, die es immer anders machen würden bzw. anderes gemacht haben.

Ich hoffe ich kann euch damit ein bisschen helfen und motivieren, es auf jeden fall mit dem Stillen zu probieren.

LG eure Anna

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