Holunderblütensirup selber machen

Hallo meine Lieben.

Zum ersten mal habe ich mich getraut, Holunderblütensirup selber zu machen. Holunder wächst einfach an so viele Orten. Sogar direkt gegenüber meiner Arbeit. Irgendwie hab ich das bis jetzt immer übersehen. Die Herstellung ist auch so verdammt einfach und schmecken tut der Sirup besonders mit Wasser gemischt, einfach so verdammt gut. Eine echt super Erfrischung im Sommer.

Für den Sirup braucht man:

  • 25-30 Holunderblüten Dolden
  • 2kg Zucker
  • 2L Wasser
  • 50g Zitronensäure (bekommt man in jedem gut sortierten Supermarkt oder in der Apotheke)
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • Flaschen zum aufbewahren des Sirups

Als erstes Wasser mit Zucker aufkochen lassen. In der Zwischenzeit die Zitrone heiß abwaschen und in Scheiben schneiden. Die Holunderblüten vorsichtig über ein Küchentuch ausschütteln, damit kleine Käfer und Fliegen abfallen. Bitte nicht in Wasser tauchen, da sonst der wichtige Blütenstaub verloren geht. Von den Blüten sollten jetzt die dicken Stiele abgeschnitten werden, da die Bitterstoffe enthalten und so den Sirup bitter machen. Nun die Dolen und die Zitronenscheiben in einen Topf oder einer Schüssel schichten. Die Zitronensäure eben so in den Topf  geben und den leicht abgekühlten Sirup darauf gießen.

             

Jetzt das ganze 2-3 Tage zugedeckt bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Dabei alles mindestens einmal am Tag umrühren. Zum Schluss alles durch ein sehr feines Sieb, ein Mulltuch oder ein Küchentuch sieben. Dabei muss man allerdings viel Geduld mitbringen, denn bis alles durchgelaufen ist, dauert es etwas. Ich habe das Küchentuch dabei mehr mal ausgewechselt. Zuerst habe ich das Grobe herausgeschöpft und dann mit Hilfe einer Kelle den Rest, nach und nach, in das Sieb gekippt. Anschließend wird alles noch einmal kurz aufgekocht und dann in saubere und heiß ausgespülte Flaschen gefüllt. Hierbei nimmt man am besten einen Trichter zur Hilfe. Die Flaschen gut verschließen. Insgesamt sind es am Ende fast 3L Holunderblütensirup geworden.

       

Der Holunderblütensirup sollte jetzt dunkel und kühl gelagert werden. Er ist jetzt bis zu einem Jahr haltbar. Oder sogar länger, wenn man einigen Berichten im Internet glauben mag. Ich habe da leider noch keine Erfahrungen mit gemacht. Sobald ihr eine Flasche angebrochen habt, sollte ihr sie auf jeden fall weiter im Kühlschrank aufbewahren. Übrigens das die Blüten im Wasserbad etwas bräunlich werden, ist vollkommen normal, ändert aber nichts an dem Geschmack.

Im Internet findet man zudem viele verschiedene Meinungen darüber, ob man den Sirup kalt oder warm ansetzten soll. Zu beiden Arten findet man auf jeden fall super viele Rezepte. Ich finde jeder sollte einfach die „Kochart“ auswählen, die ihm am meisten zusagt. Wenn es dann am Ende doch schmeckt, ist es doch im Grunde egal, wie man den Holunderblütensirup herstellt.

Also meine Lieben nichts wie raus und Holunderblüten sammeln, aber beeilt euch die Saison geht nur von Ende Mai bis Anfang Juli. Aber bitte verwechselt den Holunder nicht mit dem Zwergholunder, denn der ist giftig. Wie man die beiden Pflanzen unterscheiden kann, findet ihr ausführlich im Internet. Ich werde jedenfalls nächstes Jahr noch mal Sirup machen.

LG Anna 🙂

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