Wunderbaum (Rizinus) Aufzucht

Hallo ihr Lieben!

Nach langer Abwesenheit, kommt heute endlich wieder ein neuer Beitrag. Heute geht es um die Aufzucht von einem Wunderbaum bzw. dem Rizinus (Ricinus communis), die ich Ende Januar gestartet habe. Vielleicht kennt ihr ihn aber auch unter dem Namen Christuspalme, Kreuz- oder Läusebaum. Ursprünglich Stammt der Rizinus aus Afrika und gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Die Samen, des Baumes werden übrigens zur Herstellung von Rizinusöl verwendet und sehen aus wie kleine Bohnen. Im alten Ägypten wurde das Öl unter anderem für Abführmittel und für Kosmetische Zwecke genutzt.

Aber Achtung!!! Wichtig zu wissen!!: Der Wunderbaum ist Giftig! Schon beim Anfassen der Pflanze oder des Samens, kann zu allergischen Reaktionen kommen und das Verschlucken des Samens kann bis zum Tod führen. Also außer Reichweite von Kinder und Haustieren einpflanzen und stehen lassen. Das heißt aber auch beim anfassen, umtopfen, einpflanzen oder pflücken der Samen müssen immer Handschuhe getragen werden!  Dennoch ist der Rizinus sehr schön anzusehen und das Rizinusöl ist dagegen ungiftig!

     

Zu Beginn sollten die Samen am besten 1-2 Tage vor dem einpflanzen in warmes Wasser gelegen haben.

Ich habe für den Anfang einfach einen Joghurtbecher (selbstverständlich ausgespült) genommen. Mit einer dicken Nadel habe ich in den Boden des Bechers Löcher gemacht, damit das überflüssige Gießwasser abfließen kann und so keine Staunässe entsteht. Der Joghurtbecher wird nun 2/3 mit Erde gefüllt. Anschließend den Samen hinein legen und zum Schluss mit dem Rest Erde bedecken. Das Ganze sollte dann möglichst feucht gehalten werden.

                          

Nach 11 Tagen konnte ich endlich den erste kleinen Keimling sehen. Ich war so happy. Insgesamt hat es vom Start, die Samen ins Wasser zu legen, bis hin zum Umtopfen 22 Tage gebraucht. Man sollte die Pflanze am nicht sofort umtopfen, da sie noch sehr Dünn ist und schnell kaputt geht. Ist mir leider schon passiert. Ein paar Tage vor dem Umtopfen habe ich, zur Unterstützung, einen kleinen Stock mit in die Erde gesteckt und sie mit einem Stück Wolle daran fest gebunden. So kann sie nicht umknicken.

    

Von meinen drei eingepflanzten Rizinussamen, hat es aber leider nur ein Keimling geschafft. So ist das leider manchmal. Deswegen mein Tipp immer mehrere Samen einpflanzen.

   

Zum Umtopfen am besten einen Tontopf verwenden. Warum ich bei mir so einen großen Topf verwendet habe? Der Wunderbaum passt sich immer seiner Umgebung an. Die letzten Jahre hatte ich immer einen kleineren Tontopf, dadurch wurde auch der Baum nicht so groß. Dieses Jahr wollte ich einfach von Anfang an einen größeren Topf nehmen, damit der Wunderbaum dementsprechend größer wird. Auch wenn ihr ihn in ein Beet pflanzen solltet, passt er sich immer seiner Umgebung an. Aber Achtung die Blätter können einen Durchmesser von bis zu einem Meter bekommen und die Staude nimmt dann sehr viel Platz ein. Die Pflanze in einen Topf zu halten, grenzt sie also in ihrer Größe etwas ein. Was aber für eine kleinen Balkon oder eine kleine Terrasse nicht verkehrt ist. Dafür müssen sie aber im Tontopf täglich gegossen werden. Besonders im Sommer muss auf regelmäßige Wasserzufuhr geachtet werden.

   

Am besten mit dem einpflanzen der Samen im Januar beginnen. Zwischen Juli und Oktober blüht der Wunderbaum dann und im Herbst können die Samen geerntet werden. Bis dahin ist es aber erst mal ein weiter Weg. Düngen tue ich meinen Rizinus nicht. Aber das ist jedem selbst überlassen. Da der Baum keinen Frost verträgt kann die Pflanze nur im Kübel drinnen im warmen überwintern, denn ansonsten geht sie ein. Da ich momentan keinen platz habe, um sie zu überwintern, sind meine nur Einjährig und ich muss jedes Jahr neue anpflanzen.

Mitte Mai ist es dann auch bei mir endlich so und das kleine Pflänzchen darf endlich auf den Balkon gestellt werden. Im Sommer und Herbst kommen dann jeweils weitere Beträge, wo ich euch auf den neuesten Stand der Entwicklung des Baumes bringe. 😉

Wer jetzt lust bekommen hat, ein Wunderbaum aufzuziehen, bekommt die Samen auch in jedem gut sortieren Gartencenter. Ich selber habe die Samen von meinem Vater bekommen, der hat sie wiederum von Bekannten. Eventuell habt ihr ja auch Bekannte, Freunde, Nachbarn oder Verwandte die einen Baum haben. Wenn ihr sie nett fragt, bin ich mir ganz sicher, dass sie euch auch ein paar Samen abgeben werden. 🙂

Ganz liebe Grüße

Eure Anna

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