Hallo ihr Lieben,
es ist zwar schon etwas her aber ich wollte euch noch von unsere Schmetterlingsaufzucht im Mai/Juni berichten. Ende April hatte ich dieses Aufzuchtset* bestellt. Dadrin enthalten sind das Aufzuchtnetz für die Schmetterlinge, Fruchtzucker (Futter), eine Pipette, ein
Blumenschwamm, ein Gutschein für 5-7 Distelfalter-Raupen und eine Anleitung.
Den Gutschein habe ich dann hier eingelöst. Da die Raupen für jede Bestellung extra gezüchtet werden, muss man eine Wunschlieferwoche auswählen. Ich hatte mich für die nächst mögliche Lieferwoche (zwei Wochen nach Bestellung) entschieden. Bestellen könnt ihr die Raupen übrigens von März bis Oktober.
Als die Raupen dann ankamen war die Aufregung bei den Mädels natürlich riesig. Geliefert werden die Raupen (insgesamt 6) in einer geschlossenen Plastikschale mit Futter und einem am Deckel hängenden Flies (wo die Raupen sich später zum verpuppen dranhängen). Jetzt hieß es erst mal warten und die Raupen beim wachsen zuschauen. Die Raupen bleiben nämlich erst einmal, bis sie sich vollständig verpuppt haben, in der Plastikschale. Jeden Morgen nach dem aufstehen, wurde erst mal geschaut, ob die Raupen schon gewachsen sind. Tatsächlich konnte man auch jeden Tag Veränderungen erkennen.
Insgesamt sind von dem Tag der Lieferung bis zum verpuppen 13 Tage vergangen. Zwei Tage später haben wir dann das Fließ mit den Kokons, mit Hilfe einer Sicherheitsnadel, in das Aufzuchtnetz gehangen. Jetzt hieß es auch hier erst einmal wieder warten.
5 Tage später war es dann endlich soweit, der erste Schmetterling war still und heimlich geschlüpft. Leider konnten wir das „Schlüpfen“ keiner der Schmetterlinge beobachten, da es entweder Nachts passierte oder als wir nicht zuhause waren. Zu Essen haben wir Erdbeeren, Orangenstücke und den Fruchtzucker, auf einen Teller, in das Netzt gelegt. Zusätzliche haben wir das Aufzuchtnetz mit Küchenpapier ausgelegt, da die Schmetterlinge beim Schlüpfen eine rote Flüssigkeit (Mekonium) verlieren. Man bekommt das Netz aber auch gut mit einem nassen Lappen sauber.
Die Kinder haben jeden Tag fasziniert die Schmetterlinge beobachtet und die große hat jede Menge Fragen gestellt. Ein Schmetterling hat es leider nicht aus eigener Kraft aus sein Kokon geschafft. Auch alle Versuche ihn zu retten, sind leider gescheitert. Aber auch das gehört leider da zu, so ist das in der Natur.
Vier Tage nach dem ersten Schlüpfen war der Tag der Freilassung da. Leider konnte ich keine Fotos von den Schmetterlingen bei der Freilassung machen, da die so schnell weg geflogen bin. Meine große Tochter war tatsächlich auch etwas traurig, sie hätte sie gerne noch etwas länger behalten.
Fazit: Mein Fazit zu dem Schmetterlings-Aufzuchts-Projekt ist, dass wir das auf jedenfall nächste Jahr wiederholen möchten. Die Kinder waren total begeistert und fasziniert. Das Aufzuchtset gibt einem die Möglichkeit Natur zuhause hautnah mit zu erleben. Was ich einfach super finde.
Falls ihr auch vorhabt ein Schmetterlings Projekt mit Kindern zu machen, kann ich euch das Buch „Wie wird die Raupe zum Schmetterling?“* und „Was ist Was? Band 43 Schmetterlinge“* empfehlen.
LG Anna
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