Urlaub auf den Malediven im Robinson Club Noonu

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr habt Silvester gut überstanden. Wie Ich in meinem letzten Beitrag schon angedeutet habe, habe ich letztes Jahr Weihnachten mal ganz anders gefeiert. Mein Mann und ich haben 14 Tage, im Dezember über Weihnachten, im Robinson Club Noonu* auf den Malediven verbracht. Gebucht hatten wir den Urlaub, bereits Ende 2018 über die offizielle Seite von Robinson Club*. Beim buchen hatten wir uns dann für ein Direktflug, von Frankfurt nach Male, entschieden. Denn ehrlich gesagt, hatten wir auf das Umsteigen keine Lust und durch das Zug-zum-Flug-Ticket ist die Anreise nach Frankfurt kein Problem ( wenn die Bahn pünktlich kommt 😋). Nach dem buchen hieß es ja leider noch ein Jahr warten aber jetzt endlich kann ich auch euch von meinen Erfahrungen vor Ort berichten.

Die Anreise:
Der Flug nach Male ging ca. 9 Stunden. Im Flugzeug bekommt ihr für die Einreise einen kleinen Einreise Zettel den ihr ausfüllen müsst. Bei der Passkontrolle wir der dann abgegeben. Nach der Landung, der Passkontrolle (Wartezeit ca. 30 Minuten) und dem abholen der Koffer, wurden wir von einer netten Dame, mit einem Robinson Schild, im Empfang genommen. Unsere Koffer haben direkt Anhänger mit dem Namen von Hotel, unseren Nachnamen, Zimmernummer und Abflugzeit bekommen. Für die Anreise zur Insel, hatten wir bei der Buchung automatisch ein Transfer mit gebucht. Das bedeutet von Male geht ein 40 Minuten Inlandsflug nach Maafaru und von dort aus noch mal 20 Minuten mit dem Speedboot. Da der Inlandsflug aber leider erst drei Stunden nach der Landung in Male gehen sollte, wurden wir zunächst in eine klimatisierte Lounge gebracht.

In der Lounge gab es ein Buffet, ausreichend zu Trinken, freies WLAN und wer mag kann da sogar Duschen. Alles kostenfrei. Nach einiger Zeit kam dann jemand, der unsere Reisepässe mitnahm und checkte uns für den Inlandsflug ein. Den Pässe und die Bordkarten für den Flug, bekamen wir auch schnell zurück. Auch um unsere Koffer wurde sich automatisch gekümmert. Ungefähr 30 Minuten vor Abflug wurden wir dann abgeholt und zu unserm Gate gebracht. Nach den üblichen Kontrollen von Handgepäck usw. ging es weiter zum Flugzeug. Was wir nicht wussten war, dass wir noch eine Zwischenlandung machen. Naja irgendwann waren wir dann endlich am richtigen Flughafen und konnte direkt zum Speedboot. Auch hier wurde sich wieder um unsere Gepäck gekümmert. Gute 20 Minuten sind wir dann, mit wirklich Speed, in Richtung Insel gefahren. Insgesamt waren wir also gute 14 Stunden + anderthalb Stunden Zug fahren, nach Frankfurt, unterwegs.

Der Empfang:
Der Empfang auf der Insel beginnt schon nach dem aussteigen aus dem Boot. Zur Begrüßung bekamen wir eine geflochtene Blätterkette umgelegt. Leider habe ich von der Kette kein besseres Foto machen können, da sie Abends schon von unserem Zimmer verschwunden war. Außerdem wurden uns noch feuchte Handtücher um  unsere Hände zu wischen angeboten. Zur Erfrischung wurde Sekt oder Eistee serviert. Ein super freundlicher Mitarbeiter begrüßte uns sehr herzlichen, so dass wir uns direkt wohl gefühlt haben. Übrigens werden sowohl Gäste als auch die Angestellten im Club geduzt.

Nach der kurzen Erfrischung, wurden wir dann zur Rezeption begleitet. Dort wurde uns kurz alles Wichtige rund um dem Club erzählt. Zum Beispiel das es eine eigene Clubzeit gibt. Das heißt man stellt die Uhr nicht nur vier Stunden (nach deutscher Zeit) vor sondern fünf. Das machen die ganz Bewusst, damit man noch eine Stunde mehr Sonnenzeit genießen kann. Danach wurden wir dann mit einem Golfcart zum Zimmer gebracht. Um unsere Koffer wurden sich wieder automatisch gekümmert und später aufs Zimmer gebracht.

Unser Zimmer:
Gebucht hatten wir ein Doppelzimmer Meerblick mit Balkon. Jeder von uns bekam eine Zimmerkarte. Auf der Treppe zum Zimmer steht ein Tontopf mit Wasser und einer Kelle. Er dient dazu, die Füße sauber zu machen bevor man ins Zimmer geht. Der Angestellte zeigte uns das Zimmer. Mein erster Eindruck war einfach nur „ist das groß“. Der Blick vom Balkon geht direkt aufs Meer. Das Badezimmer ist draußen, mit einer Dusche unter freien Himmel. Was einen kleinen Nachteil hat, denn man hört alles was seine Nachbarn machen. Duschgel, Shampoo, Bodylotion, Seifen, Fön sowie Handtücher sind im Bad vorhanden. Im Zimmer findet man einen Save, einen Wasserkocher, eine Senseo Kaffeemaschine Gläsers und Tassen. Außerdem sind Kaffeepads, verschiede Teebeutel und immer frisches Wasser in Flaschen vorhanden. Auch Handtücher für den Strand und Pool sind vorhanden und werden jeden Tag gewechselt. Weil Robinson Club besonders auf Nachhaltigkeit achtet, gibt es auf jedem Zimmer eine Strandtasche (nicht aus Plastik) und ein Beutel für unseren Plastikmüll. Den wir dann nach Möglichkeit bitte wieder mit nach Hause nehmen sollen. Denn die Entsorgung ist dort leider nicht so einfach.

          

Ihr braucht übrigens auch keine Reiseadapter mitbringen, denn die Stecker sind alle Europäisch und es gibt direkte USB Stecker an der Wand. Außerdem sind alle Zimmer klimatisiert und verfügen über Deckenventilatoren.

Insgesamt ist das Zimmer, vor allem durch das offene Badezimmer sehr hellhörige. Besonders laut ist es dadurch wenn es regnet. Auch die Türe zum Badezimmer reißt jeden aus dem Schlaf, da sie so laut ist. Ich weiß zwar nicht ob es in den anderen Zimmerkategorien ruhiger zu geht, aber wer seine absolute Ruhe haben will, sollte dieses Zimmer definitiv nicht wählen. Leider ging auch zwei mal Nachts und ein Mal Abends der Feuermelder ohne Grund an. Nach einem kurzen Anruf bei der Rezeption ging er auch jedes Mal wieder aus. Nach dem dritten Mal, sagen wir der Rezeption nich einmal Bescheid und ab da hatten wir dann auch für den Rest des Urlaubs Ruhe. Ich muss aber sagen, ich habe lange nicht mehr in einem Hotel so gut schlafen können. 

Die Clubanlage:
Zur Clubanlage allgemein zu sagen ist, dass die Clubgrundstücksfläche 146000 qm beträgt. Insgesamt gibt es 150 Wohnblöcke. Es gibt 3 Restaurants, zwei Bars, einen Pool mit Liegen, einen Store, einen Volleyballplatz, ein Fußballplatz, ein Kinderclub und ein Gym und ein Spa Bereich. Zum Gym und Spa Bereich kann ich euch leider nichts erzählen, da wir sie nicht genutzt haben. Außerdem gibt es eine Rezeption die 24 Stunden besetzt ist und einen Arzt der offene Sprechstunden hat aber auch für Notfällen, da er auf der Insel lebt, 24 Stunden erreichbar ist. Falls es ein größerer Notfall ist, wird man mit dem Speedboot ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Am Strand vor jeden Bungalow stehen genug Liegen. Wir hatten so gut wie jeden Tag auch alle acht Liegen für uns. Zudem gibt es zwei Kicker, eine Tischtennisplatte und einen Billardtisch. Falls es euch irgendwann doch zu langweilig wird, kann man auch noch an vielen Angeboten vom Club aus mitmachen. Die reichen dann von Sport Action bis hin zu tiefer Entspannung.

        

Das Essen:
ich muss leider gestehen, dass das Essen das beste war, das ich je im Urlaub gegessen habe. So eine vielseitige Auswahl, habe ich lange nicht mehr erlebt. Es ist auf jeden Fall für alle was dabei. Ich selber bin ja kein Fischesser und bin trotzdem jeden Tag mehr als satt geworden. Es gibt morgens, mittags und abends Buffet im Hauptrestaurant. Zudem gibt es auch noch zwei à la carte Restaurants, wo wir allerdings nicht gegessen haben. Getränke bestellt ihr an euerm Tisch und sind im Preis inklusive. Es gibt keine festen Sitzplätze und für kleinere Kinder gibt es Hochstühle. Die Kellner sind sehr aufmerksam, können aber überwiegend nur Englisch sprechen. Es gibt im Hauptrestaurant auch verschiedene Themenabende z.B. maledivisch. Das heißt es werden zu dem jeweiligen Thema verschiedene typische Gerichte aufgetischt. Mein Mann und ich hatten während der ganzen Zeit dort, weder Durchfall oder sonst irgendetwas vom Essen oder trinken, also da braucht ihr euch auch keine Gedanken zu machen.

       

Die Tierwelt auf der Insel:
Die häufigste Frage ist wahrscheinlich, ob es vor Ort Mücken gibt und ich kann sie mir ja beantworten zu mindestens im Dezember. Wie es in den anderen Monaten aussieht weiß ich natürlich nicht. Ich selber bin trotz ausreichend Anti-Mückenspray leider gestochen worden. Meine Empfehlung ist daher auf jeden Fall trotzdem Mückenspray mit zu nehmen und eine Salbe gegen den Juckreiz. Auf der Insel wird aber auch zusätzlich gegen die Mücken alle 2 Wochen bei Sonnenaufgang gesprüht.

Ansonsten findet man dort Flughunde, sehr viele kleine Geckos (besonders an den Hauswänden), viele Libellen, kleine Einsiedler Krebse am Strand, sie sich sehr schnell beim Näherkommen in ihre Muscheln verstecken, größere Krebse, diverse Käfer, dicke Hummeln, Spinnen, Mäuse und einen Papagei. Aber lasst euch davon nich abschrecken. Die meisten Tieren haben eh mehr Angst vor euch und verstecken sich schnell.

         

Leider muss man aber auch mit einer Menge an mini Armeisen vorlieb nehmen, die einem sogar im Bett übers Smartphone laufen. Aber immerhin sind sie Harmlos.

Da die Insel früher eine Hühnerfarm war, begegnet man auch täglich Hühner, wenn ihr Glück habt auch mit Kücken und mindestens einen Hahn. Es kann daher leider auch mal passieren, dass der Hahn sich in der Nähe eures Bungalow aufhält und früh morgens anfängt zu krähen. Dies tut er aber auch gerne Tagsüber immer mal wieder.

   

Wer schnorcheln oder tauchen geht, dem kann durch aus z.B. Rochen, Haie, Kugelfische, Muränen, Schildkröten und viele verschiedene andere bunte Fische begegnen. Quallen hingegen hatten wir gar keine. Die Ausrüstungen zum schnorcheln oder tauchen kann man  sich übrigens auch vor Ort ausleihen.

 

Die Abreise:
Leider waren die 14 Tage einfach zu schnell rum. Denn eigentlich wollte ich noch garnicht nach Hause aber der Alltag wartet ja wieder auf uns. Mein Mann und ich hatten kurz nach der Hinreise schon überlegt, für die Strecke von der Insel zu Male doch mit dem Wasserflugzeug zu fliegen. Denn der normale Transfer nimmt einfach zu viel Zeit in Anspruch und wir hätten mitten in der Nacht aufstehen müssen. Leider wussten wir bei der Buchung der Reise nicht, wie man das dazu bucht. Doch zum Glück kann man das vor Ort, zu mindestens für eine Strecke, noch nachträglich buchen. Ob es jedoch klappt erfährt man erst am Vorabend der Abreise, weil das Wasserflugzeug ja nur ca.16 Sitzplätze hat und natürlich erst die bevorzugt werden, die das von vornherein gebucht hatte. Am Abend vor der Abreise haben wir dann auch an der Repzeption unsere Rechnung beglichen. Nach dem Abendessen, fanden wir dann auch im Zimmer eine schriftliche Nachricht mit allen Infos zu unsere Abreise.

Am Morgen der Abreise stellt ihr die Koffer, vor dem verlassen des Zimmer, vor die Türe, die werden dann später für euch abgeholt. Nach dem Frühstück hieß es dann ab zum Flugzeug, Richtung Heimat. Ihr bekommt übrigens Ohrstöpsel im Wasserflugzeug weil das doch sehr laut ist. Auch Zeitlich ist alles so gut organisiert, dass ihr auf jeden pünktlich zu euren Flugzeug kommt. Die Abfertigung in Male geht auch zügig von statten. Nur auf unseren Abflug mussten wir leider eine Stunde länger warten, da es nur eine Start- und Landebahn am Flughafen gibt, gab es etwas Stau. Nach guten zehn Stunden sind wir dann endlich müde und erschöpft (dank Zeitverschiebung) in Frankfurt gelandet.

Meine Empfehlungen:
Was ich für jeden Fall empfehlen kann, ist vor Ort einen Rundgang hinter den Kulissen zu machen. Man erfährt einfach so viel Hintergrund Informationen, an die man sonst nicht rankommt. Auch  kann ich euch ein Ausflug mit dem Glasboot sehr empfehlen. Leider ist das immer sehr Wetter abhängig und wurde bei uns auch ein paar Tage nach hinten verschoben weil zu Höher Wellengang war.

Meine persönlichen Highlights:
Meine persönlichen Highlights waren, auf jeden Fall die Babyhaie die ganz nah an den Strand kommen, ein Flughund aus nächster Nähe zu sehen, beim schnorcheln einem Rochen und Kugelfischer zu begegnen und mit einem Wasserflugzeug zu fliegen. Und wenn ich ehrlich bin, war das Essen auch jedesmal ein Erlebnis, da komme ich mich meinen Kochkünsten einfach nicht dran.

Noch ein paar Impressionen:

Mein Fazit:
Ich finde das Gesamtkonzept stimmt einfach. Man fühlt sich direkt auf Anhieb wohl und möchte am Ende garnicht mehr weg. Mehr Erholungsurlaub geht garnicht. Die lange Anreise ist es einfach wert. Also wer im Paradies Urlaub machen will und nicht auf gewissen Standart verzichten will, ist dort genau richtig.

Wichtige Hinweise:
Zum Schluss hab ich noch ein paar allgemein Hinweise für euch.

  • Das Fliegen von Drohnen ist auf den gesamten  Malediven verboten.
  • Oben ohne oder Nackt am Strand liegen ist auch verboten.
  • Korallen dürfen nicht abgebrochen oder mitgenommen werden.
  • Wenn ihr der Umwelt etwas gutes tun wollt, nimmt euren Müll wieder mit nach Hause und lasst ihn nicht auf den Malediven
  • Im Robinson Club kommt ihr mit den Sprachen Deutsch und Englisch gut aus. Da viele Chinesen auf der Insel Urlaub machen, gibt es aber auch chinesisch sprechende Angestellte.
  • Im ganzen Club wird Bargeldlos mit der Zimmerkarte „bezahlt“, außer das Trinkgeld. Am Ende des Aufenthalts erfolgt dann die Rechnung, die dann zu begleichen ist.
  • Pro Tag und Person zahlt man eine Kurtaxe von 6 Doller. Die werden dann ebenfalls mit der Endrechnung beglichen.
  • Am einfachsten ist es, sich für den Aufenthalt die Robinson App runter zu laden. Da erfährt man alle über die Zeiten, Ausflüge und Aktivitäten.
  • Es gibt kostenfreies aber nicht so super schnelles WLAN auf der Insel.
  • Ganz Wichtig vergesst die Sonnemilch nicht! Man unterschätzt es total. Auch wenn es bewölkt ist, kann man sich verbrennen. Die Malediven sind fast am Äquator.
  • Alle Grüßen sich
  • Die Insel ist eine Barfuß-Insel. Das heißt ihr könnt den ganzen Tag, auch beim Essen, Barfuß laufen.

Ich hoffe mein Blogbeitrag hat euch gefallen. Bis zum nächsten mal.

Eure Anna 🙂

P.S. Das sind alles meine persönlichen und privaten Erfahrungen und ich wurde dafür nicht von Robinson bezahlt. 😉

*Bei diesen Links handelt es sich um Affiliate-Links.

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